Mehr gibt´s da auch nicht zu sagen.
Asien, verdammt!
•February 10, 2009 • 1 CommentWer haette gedacht, dass wir da in so jungen Jahren mal hinkommen – wir jedenfalls nicht! Und wir sind mehr als froh, dass wir das getan haben, noch einen kleinen Abstecher nach Seoul, selbst wenn er eigentlich viel zu kurz war.
Ja, wo soll ich anfangen – schon allein der erste Eindruck der Stadt, als wir abends vom Flughafen kamen – riesig, jede Menge Hochhaeuser & vor allem: Leuchtreklamen! Wirklich so, wie man sich das vorstellt, ueberall ist es bunt & leuchtet & blinkt es … Haben uns dann, nachdem wir noch schnell unser Zimmer bezogen haben, mit jemandem getroffen, der dort studiert & den wir ueber Schwester bzw Cousin ‘kennen’ – eigentlich wollte er uns die Stadt auch am naechsten Tag zeigen, leider hat er aber ausgerechnet jetzt Zwischenpruefungen … Aber er hat uns auf jeden Fall gute Tipps gegeben, sodass wir dann wenigstens ein bisschen Ahnung von dieser riesigen Stadt hatten & einen groben Plan fuer den folgenden Tag aufstellen konnten.
Nach wenigen Stunden Schlaf ging es dann auch schon los, als erstes zu einem Palast, Gyeongbukgong – wirklich unglaublich, wie im Film (oder dem Video zu From Yesterday …)! Mit Wachen davor, deren Wechsel wir uns spaeter auch noch anschauen konnten, was wahnsinnig beeindruckend war. Aber einfach auch diese komplett anderen Gebaeude, wie man sie nunmal nur in Asien sieht (nein, das Chinesische Teehaus im Luisenpark zaehlt nicht!) & diese Dimensionen, zig einzelne Bauten, alle mit diesen tollen geschwungenen Daechern & total detailreich dekoriert … Wir haben dann auch eine englische Fuehrung bekommen, bei der uns etwas ueber die Lebensweise damals berichtet wurde – aber eigentlich war viel interessanter, wie unsere Fuehrerin Englisch gesprochen hat! Wir hatten schon vorher gelesen, dass Koreaner wohl einen sehr starken Akzent haetten, gerne mal Buchstaben vertauschen & aehnliches – ja, das koennen wir definitiv bestaetigen, aber das war so putzig!
Danach sind wir nach Itaewon gefahren, ein Viertel, das um die Army Base herum entstanden & deswegen sehr international ist – jetzt nichts wirklich Besonderes, aber wir hatten eben auf ein Shirt vom Hard Rock Cafe gehofft, welches sich dort befindet. Von dort ging’s an sehr vielen Soldaten (weil Army Base & Regierungsgebaeude) zum War Memorial, an dem noch mehr Soldaten waren – ja, allzu nah rangetraut haben wir uns nicht …
Als naechstes stand ein echt asiatischer Markt, Namdaemun, auf dem Plan – das ist einfach ein kleines Stadtviertel, das vollgestopft ist mit Laeden, also sowohl in den Haeusern als auch massig Zelte & Staende davor, an denen es wohl alles Erdenkliche zu kaufen gibt: Von allen moeglichen Kleidungen ueber Peruecken & (gefaelschte) Taschen hin zu Obst, Fisch & anderes Essen. Und mittendrin eine Karaokebuehne! War auf jeden Fall ein Erlebnis.
Um noch ein bisschen mehr Uebersicht ueber diese riesige Stadt zu bekommen, von der wir leider nur so wenig sehen konnten, sind wir auf den Seoul Tower im Namsan Park gefahren & das hat sich fuer diesen Ausblick definitiv gelohnt – man sieht Stadt, Stadt, Stadt, in jeder Himmelsrichtung, soweit das Auge reicht! Ein paar Berge hintendran oder zwischendrin, aber ueberall diese grossen Wohnblocks & zwischendurch nochmal sowas wie ein Zentrum mit groesseren Wohnhaeusern, durchquert vom breiten Hangang-Fluss …
Am Ende unserer Tagestour sind wir noch an eine Stelle gefahren, an der zwei Palaeste & ein koeniglicher Schrein praktisch nebeneinander liegen, die alle sehr schoen sein sollen & zT auch UNESCO Weltkulturerbe sind – nur leider ist hier momentan auch Winter & da schliesst alles schon etwas frueh (wobei montags scheinbar sowieso kaum etwas ueberhaupt oeffnet), & dank der hohen Mauern gab es nicht wirklich was fuer uns zu sehen.
Abends haben wir uns dann nochmal mit unserem Bekannten getroffen, der uns sein Viertel, Sinchon, das Studenten- / Kneipenviertel, gezeigt & uns zu echt koreanischem Essen eingeladen hat – erstaunlich lecker & auch ohne (groessere) Probleme geniessbar! Wir sind auch einfach nur ein bisschen durch die Gassen dort gelaufen & er hat es schon passend bezeichnet, es ist eigentlich wie auf der Kirmes: Die ganze Zeit Trubel, dann wie gesagt noch Leuchtreklamen & Geblinke ueberall plus die ganzen Fressbuden, die hier abends & nachts die Gehwege pflastern – wie eine andere Welt. Die Frauenuniversitaet, die wir uns dann noch kurz angeschaut hatten, war auch aeusserst beeindruckend – sie haben einen sogenannten Underground-Campus, ein aeusserst modernes & architektonisch gelungenes Gebaeude, daneben einen wunderschoenen alten Bau & seitlich dann noch moderne koreanische Architektur (nicht unbedingt das schoenste) .
Nach einer Runde Baelle schlagen im Baseballcage ging es zum Abschluss in ein koreanisches Hof, einfach die koreanische Art von Kneipe (wo das Bier billiger ist, ganz wichtig), wo wir nochmal gemuetlich zusammensitzen & uns unterhalten konnten, bevor wir dann auf die Metro gerannt sind (komplett umsonst), um noch nach Hause zu kommen. Ja richtig, eigentlich muss man ihre U-Bahn noch erwaehnen: Seoul hat ein wirklich gut ausgebautes Netz, wenn man dann mal durchgeblickt hat, & was Sauberkeit (& auch Ordnung der Leute) angeht, koennte sich so manche europaeische ruhig eine Scheibe abschneiden.
So, das war unser kleines Abenteuer in Asien, das leider viel zu kurz war … Und jetzt sitzen wir schon wieder hier am Incheon, fast an der gleichen Stelle wie vor vier Monaten, & koennen es wirklich kaum fassen, dass diese ganze Zeit schon vorbei sein soll & wir heute Abend in Deutschland landen … seltsam!
Bye bye Neuseeland …
•February 7, 2009 • Leave a Comment… und so schnell gingen vier Monate vorbei, es ist wirklich unglaublich! Alles, was uns hier noch zu tun bleibt, ist packen (packen packen) & heute Abend der schoene Abschluss auf dem Sky Tower … schon schade! Uns gefaellt’s hier immer noch so gut!
Ja, schoen war’s!
Flipper!!
•February 5, 2009 • Leave a CommentOkay, wo waren wir. Beim letzten Schreiben noch in Auckland, danach in Paihia. Was sich auf jeden Fall gelohnt hat, da wir diesmal bei unserer Schiffahrt tatsaechlich Delfine gesehen haben, und zwar einige! War wirklich super, sie sind eben laenger neben, unter & um das Boot herumgeschwommen & das Beste war eigentlich, als sie in der Welle, die wir beim Weiterfahren hinterlassen haben, richtig hintergehuepft sind, teilweise noch Schrauben in der Luft gedreht haben, zwei Meter hoch oder so! Wirklich tolle Tiere & erstaunlich gross, wenn man sie mal so live erlebt. Auch sonst war die ganze Fahrt nochmal schoen – besonders auch fuer Wiebke, da dieses Mal praktisch kein Wellengang war, auch nicht draussen auf dem offenen Meer. Eine Robbe haben wir dann auch noch beim sich faul auf dem Felsen raekeln gesehen sowie Massen an Moewen, die im Meer herumgeduempelt sind & sich den Bauch vollgeschlagen haben.
Nachmittags sind wir nach Waitangi gewandert, dem Platz, an dem der Vertrag zwischen den Maori & den ersten Englaendern, die hier ankamen, geschlossen wurde – also, historisch & kulturell wertvoll! Allerdings unserer Ansicht nach komplett ueberteuert, dafuer, dass man im Endeffekt nur zwei Haeuser & einen Fahnenmasten besichtigen kann … Deswegen sind wir umgekehrt, ohne das jetzt aus der Naehe gesehen zu haben – aber mit leeren ‘Haenden’ mussten wir trotzdem nicht zurueckkehren: Wir haben mitbekommen, wie fuenf ‘wakas’, die Kriegskanus der Maori, abgelegt haben, komplett mit Ansprache (auf Maori natuerlich, sprich wir haben keine Ahnung, was da genau los war) & Kriegerrufen waehrend des Paddelns – toll! Wir gehen mal davon aus, dass das eine Probe fuer den Waitangi Day, den nationalen Feiertag, der diesen Freitag gefeiert wird, war …
Und anschliessend haben auch schon wirklich unsere letzten Tage hier in NZ begonnen, die wir in Auckland verbringen werden – zum einen, weil wir der armen Stadt nochmal eine richtige Chance geben wollten, zum anderen, weil das verdammte Gift Shopping doch erschreckend viel Zeit in Anspruch nimmt (zumindest bei uns, man kennt uns ja). Wir haben tollerweise auch ein schoenes Hostel fuer die Zeit gefunden: Etwas ausserhalb, sprich ruhig & schoen gelegen, mit Park direkt hintendran, ein schoenes altes Haus, grosses Fuenferzimmer ohne Stockbetten &, was uns aeusserst gluecklich gemacht hat: Mit einer Waage! Damit wir vielleicht unsere bloede Paranoia bekaempfen koennen, was Uebergewicht unseres Gepaecks angeht …
Gestern haben wir dann noch eine kostenlose Tour durch Auckland gemacht – okay, die meisten Stellen kannten wir schon, aber sie war eben kostenlos … So haben wir aber den stadteigenen Strand sehen koennen, einen Spaziergang auf (bzw eigentlich eher unter) der Harbour Bridge gemacht (& zwischendurch noch anderen aus der Gruppe beim Bungeespringen von eben dieser zugeschaut) & tatsaechlich die Aussicht von Mt Eden, dem groessten Vulkan der Stadt, geniessen koennen. Auf diesem hat damals eigentlich auch alles in Neuseeland angefangen, allerdings hing er in einer Wolke & es hat geschuettet wie nochwas – da konnten wir das gestern schon besser geniessen.
Abends sind wir noch ein letztes Mal ins Kino, schon allein aus dem Grund, weil dieses, ja, was auch immer, Einkaufscenter, Gebaeude aus dem Weltall, wie man es nennen moechte – so super ist. Hat sich ebenfalls definitiv gelohnt & wir koennen nur empfehlen, in The Curios Case of Benjamin Button zu gehen, ein wirklich ganz toller Film!
Nachdem wir heute die ganzen Formalitaeten hinter uns bringen konnten – Bankkonto schliessen, Geld fuer Seoul umtauschen, Flug bestaetigen … & auch schon die meisten, oder zumindest die schwierigsten Souvenirs gekauft haben, koennen wir die folgenden Tage noch wirklich geniessen – mit dem Waitangi Day & gleichzeitig dem chinesischen Lichterfest morgen & einer abendlichen Tour auf den Sky Tower fuer den letzten Abend, um Auckland noch einmal in seiner vollen Lichterpracht zu erleben. Und dann geht’s, mit einem kurzen Zwischenstopp in einer asiatischen Grossstadt – & was ist das schon
– gen Heimat!
Es tut uns soo Leid …
•January 31, 2009 • Leave a Comment… dass wir ueber so Unspannendes solche Massen geschrieben haben! Absoluter Schwachsinn!
We’re back! (… in Auckland.)
•January 31, 2009 • Leave a CommentOkay, mal wieder Einstieg finden, auch wenn wir eigentlich kaum was zu erzaehlen haben …
Nach Rotorua sind wir nach Tauranga gefahren, einer Stadt zwischen der Bay of Plenty & der Coromandel Peninsula. An sich ein suesser Sommerort, den man sich kaum wirklich bei schlechtem Wetter vorstellen kann, aber wir waren etwas verwundert, wie klein die City doch war bei 112.000 Einwohnern (was fuer neuseelaendische Verhaeltnisse wirklich viel ist) … Die Stadt bestand allerdings auch mehr aus Vororten, dadurch hat man die Massen, die dort wohnen, eben in der Innenstadt nicht bemerkt – es gab so drei Einkaufs- / Kneipenstrassen & das war’s dann eigentlich auch, selbst der Strand war ueber eine Stunde zu Fuss weg … Ja, deshalb sassen wir auch recht viel rum, haben gelesen, Fernsehen geschaut, da wir eigentlich alles (& damit wirklich alles, alle Parks & den Friedhof usw) in ein, zwei Stunden gesehen haben.
Danach kam Thames, leider auch nicht viel spannender … ebenfalls im Grunde ein schoener Ort, aber die Hauptstrasse, die einzige, die (halbwegs) interessant ist, haben wir schon komplett auf unserem Weg zum Supermarkt gesehen. Der Eintritt zu der Goldmine war uns dann auch zu teuer, vor allem dafuer, dass wir in Deutschland schon groessere Bergwerke gesehen haben, & der Spaziergang an der Kueste entlang hat auch nicht sonderlich viel Zeit in Anspruch genommen … Das einzig wirkich Spannende war der Feueralarm mitten in der Nacht, der, so laut wie er war, in einem Nachbarhaus losgegangen sein muss – alle sind aufgewacht, das ging eine Minute oder so, & dann war wieder Stille, nichts … sehr seltsam.
Von Thames aus ging es dann wirklich auf die Coromandel Halbinsel, als erstes nach Hahei, was der beste Startpunkt war, um zu Cathedral Cove (s. Fotos) & Hot Water Beach zu kommen. Nachdem wir etwas verwirrt waren (bzw wurden), wann man wo sein muss, also von den Gezeiten her, sind wir doch erstmal zu Cathedral Cove gelaufen, allerdings schon mit der Befuerchtung, nicht ganz nah ranzukommen, da man dazu durch eine Hoehle muss, durch die man (angeblich) nur bei Ebbe durchlaufen kann. Nachdem wir dann erstmal eine Stunde dauernd Berg rauf & Berg runter laufen durften haben wir zu unserer Freude gesehen, dass man es mit einem kleinen Sprint sogar trockenen Fusses auf die andere Seite schaffen konnte – & wir waren wirklich gluecklich, das noch gesehen zu haben, da wir von Anfang an davon ausgingen, da aus Zeitmangel gar nicht mehr hinzukommen. Der Hot Water Beach war dann eine Sache fuer sich … Das erste, das man sieht, sind einfach unfassbare Menschenmassen, wesentlich schlimmer als bei den Moeraki Boulders, wie auf dem Volksfest. Und eigentlich kann man sich an bestimmten Stellen am Strand, an denen sich unterirdische Hot Springs befinden, Loecher buddeln & hat somit seinen eigentlich kleinen Pool mit heissem Wasser, aber entsprechend der Menge an Leuten hat man, wenn man dann ein Plaetzchen gefunden hatte, natuerlich nur kaltes Wasser angesammelt. Letztendlich war uns das aber auch fast lieber, man kann sich da naemlich locker die Fuesse & andere Koerperteile, wenn man sich denn unbedingt hinsetzen muss, verbrennen!
Von Hahei aus fuhren wir nach Whitianga – im Grunde nicht noetig, aber wir wollten nicht am Ende noch eine Woche in Auckland hocken
-, von wo aus wir erstmal an den Cook’s Beach gefahren sind. Also schoene Straende haben sie auf Coromandel definitiv, toller Sand, das wunderbare Wasser des Pazifiks, meist ein paar kleine vorgelagerte Inseln … Das ist auch eigentlich alles zu Whitianga, der Ort selbst war jetzt nichts besonderes.
Letzter Stopp auf der Halbinsel war Coromandel Town, von wo aus wir heute die Faehre hierher nach Auckland genommen haben. Ja, dort hatten wir dann, dank der bloeden Fahrzeiten von Bus & Schiff, aarg viel Zeit, was in diesem Nest, das nicht mal einen Strand hat, an den man sich schmeissen koennte, eigentlich niemand braucht … Sprich, man kann sich’s denken, rumsitzen, lesen, fernsehen, langweilen. Allerdings muss man sagen, dass sich genau das, naemlich das Rumsitzen & Langweilen, heute definitiv gelohnt hat! Nachdem wir noch zu einem Lookout gewandert sind hatten wir naemlich noch massig Zeit & haben uns deswegen einfach an einen Picknicktisch am Ufer gepflanzt – so weit, so unspektakulaer. Aber irgendwann mittags hat dann ein Wagen gehalten & wir wurden gefragt, ob sich die gerade angekommenen Leute dazusetzen duerften. Ja natuerlich, wieso nicht. Und was kam danach?! Nicht nur waren es zwei deutsche Ehepaare (was uns wirklich nicht mehr wundert, da scheinbar halb Deutschland hier unten unterwegs ist), sondern aus Bruehl & von der Rheinau, mit Toechtern, die gerade auf dem Hebel Abi gemacht haben! Das muss man erstmal schaffen, am anderen Ende der Welt, eine Woche bevor man fliegt, Leute zu treffen, die praktisch neben einem wohnen! War auf jeden Fall alles fuer einen Lacher & zum Namen austauschen gut, um mal zu schaun, ob die Toechter einen vielleicht kennen oder es andere Verbindungen gibt. Und der Hammer kam zum Schluss: Sie haben uns aus ihrer Gemeinschaftskasse $50 gegeben, einfach so! Damit wir uns noch eine schoene Zeit machen koennen – wir konnten es kaum fassen! Das sind doch mal nette Gruesse aus der Heimat!
Ja, das war unsere Geschichte bis hierhin. Morgen geht’s nochmal hoch nach Paihia in die Bay of Islands, um die Schiffstour nochmal zu machen, was wir schliesslich kostenlos duerfen, & dann sitzen wir nach ein paar letzten Tagen in Auckland auch schon wieder im Flieger … Unglaublich, wie schnell das vorbei ging! Aber wir freuen uns auch schon wieder auf daheim – auf unsere Familie & natuerlich auf all die lieben Freunde, die wir tollerweise (hoffentlich) alle gleich samstags wiedersehen! Finden wir super!
East As!
•January 23, 2009 • Leave a CommentOkay, erstmal noch ein Nachtrag, das beste haben wir letztes Mal natuerlich vergessen zu erwaehnen: Den Sternenhimmel hier! Gerade auf der Farm waren eben auch die Umstaende ideal, da die naechste Stadt 40km entfernt war & es dort draussen ja auch keine Strassenlaternen oder irgendwelches anderes Licht gibt – Folge: Wir haben die Milchstrasse mit blossem Auge gesehen! Unglaublich! Und auch sonst, einfach diese Masse an Sternen, das kann man sich kaum vorstellen … wirklich wie im Planetarium! Der deutsche Himmel wird so oede.
Gut, dann mal zu den frischen Eindruecken, wo wir doch in den letzten Tagen tatsaechlich mal wieder einiges Neues erlebt haben – wir haben naemlich eine Tour ums East Cape rum gemacht, die sich sowas von gelohnt hat! Wir waren ja etwas zwiegespalten, da man hierfuer keine andere Moeglichkeit hatte als so einen Touristenbus zu nehmen, bedeutet: Gruppenurlaub. Nicht unser Ding & da haben wir auch nun wieder feststellen duerfen, aber so schlimm war’s nun auch wieder nicht, die Leute waren nett, es waren sowieso nur drei Tage & wir sind einfach dann gegangen, wann wir Lust hatten.
Wie gesagt, dafuer haben wir auch einiges zu sehen bekommen, wunderschoene Buchten & Straende (am Pazifik, verdammt nochmal!), den laengsten Pier Neuseelands, auf den man auch rauslaufen konnte (& von dem auch einige der Truppe gesprungen sind), die oestlichste Stadt der Welt, den groessten Maori Christmas Tree, natuerliche Hot Pools, traumhafte Schluchten, im Regenwald versteckte Wasserfaelle & die ersten Sonnenstrahlen dieses Tages auf der ganzen weiten Welt! Nicht schlecht, wueder ich mal sagen! Noch dazu hatten wir tolle Unterkuenfte – gerade das erste Hostel war komplett alleine in einer Bucht direkt an einem steinigen Ufer mit Kliffs & allem, was man sich ertraeumen kann, gelegen, mit Haengematte ueber einem natuerlichen Kanal, Meerblick aus dem Badezimmer & von der Terrasse raus & ja, man kann es nicht anders sagen: paradiesisch! Fuer uns gab’s dann auch noch ein sehr leckeres Barbeque, von den Jungs der Gruppe & dem sehr coolen Fahrer persoenlich zubereitet, das wir mit einer Runde um’s Feuer ausklingen lassen konnten. Das andere Hostel war zwar etwas rustikal, da noch nicht fertig gebaut & ueber einer Art Garage mit nur einem grossen Zimmer mit 14 Betten, dafuer haette auch diese Lage kaum besser sein koennen – direkt ueber der Strasse ein wunderbarer Sandstrand, perfekt zum Baden, Surfen & Sonnenaufgang anschauen! Auch an diesem Abend gab’s was Besonderes zu essen, ein traditionell maorisches Hangi (Fleisch, Kartoffeln, Kuerbis & Kumaras (Suesskartoffeln) werden inmitten von heissen Steinen ueber zwei, drei Stunden gekocht) – nunja, wirklich geschmeckt hat’s uns nicht, aber man muss es ja mal probiert haben.
Zu viel mehr sind wir nun auch nicht mehr in der Lage, da wir wie gesagt heute morgen die Sonne haben aufgehen sehen – ihr koennt euch ausrechnen, wie wenig wir geschlafen haben & wie lange wir schon auf sind.
Mt Doom!!
•January 20, 2009 • 1 CommentUnd wir haben tatsaechlich einen Monat gearbeitet!
Ja, schon wieder sind die zwei Wochen auf der Farm vorbei, wir koennen es eigentlich kaum glauben – irgendwie laeuft hier die Zeit viel schneller als daheim (okay, waehrend der Arbeit hatte man vielleicht ab & an nicht das Gaefuehl, aber trotzdem, so allgemein … wir haben nur noch 19 Tage hier in Neuseeland, in genau drei Wochen sind wir schon wieder in der Heimat! Unfassbar!).
Es war toll, wieder zu Leuten zurueckzukommen, mit denen man sich so gut verstanden hat, so herzlich begruesst zu werden – von Mensch & Tier – & sogar extra Verbesserungen an der Unterkunft bekommen zu haben (Fliegengitter!! Und sogar das Schluesselloch wurde abgeklebt!). Auch wenn das so vielleicht nicht ganz der Sinn der Sache war, dass wir die ganze Zeit nur bei einer Familie verbringen, die noch dazu Deutsch spricht … aber egal, wir bereuen nichts!
Denn auch diesmal wurden wir wieder mit Ausfluegen verwoehnt – ein Waldspaziergang runter zu einem Teich, dann Paua World, ein riesiger Gift Shop, in dem man alles, was aus dieser Muschel hergestellt werden kann & noch vieles mehr kaufen kann & auch einen kleinen Einblick in die Verarbeitung der Muscheln bekommt. Auch Masterton, die naechstgelegene Stadt inklusive Museum & Park haben wir uns angeschaut & sind noch weiter zu einem Ausguck auf Mt Dick gefahren – auch wenn wir dank Nebel- & Wolkenmassen nicht, wie erhofft, ueber das ganze Wairarapa-Tal blicken konnten. Aber nicht nur das, wir hatten sogar noch einmal die Chance, auf ein Barbeque mitzukommen! Bzw eigentlich muss man diesmal Abendessen sagen, alles etwas eleganter – man hat gemerkt, dass die Gastgeber diesmal Stadtmenschen (Wellingtonians) & keine Farmer waren … Sie haben aber eben in der Nachbarschaft ein wunderschoenes Herrenhaus, mit einem in ganz Neuseeland einzigartigen Bad – mit Holzbadewanne aus dem letzten Jahrhundert! Sonst wird gerade eifrig renoviert, doch man sieht schon jetzt, dass da noch was ganz Grosses draus wird … Und nach dem leckeren Essen (vor allem dem Nachtisch) haben wir sogar noch eine Runde Pool gespielt – das richtige, wisst ihr, mit den vielen roten Kugeln & ein paar bunten!
Diese ganze schoene Zeit hat noch einen perfekten Abschluss gefunden, als uns Gaby gestern zum Mt Bruce Wildlife Encounter gebracht hat, einer Art Tierpark, in dem wir doch tatsaechlich einen Kiwi ganz ganz nah gesehen haben! So fuenf Zentimeter Abstand durch die Scheibe, einfach klasse! Und das sind Riesenviecher, einfach Kloepse mit eher Federn als Fell & ellenlangem Schnabel … man koennte ja meinen, die Natur hat sich einen Scherz erlaubt, aber sooo knuffig!
Danach hiess es dann Abschied nehmen, denn fuer uns ging es weiter nach Palmerston North – im Grunde nur, weil es keine direkte Busverbindung nach Rotorua gab (wo wir jetzt sind & auch das nur, weil von hier morgen unsere East Cape Tour startet). Denn viel zu sehen gibt es in Palmy nicht – man kann es wohl mit Mannheim vergleichen, vermutlich ganz gut zum Einkaufen, aber sonst nicht schoen anzuschaun. Allerdings haben wir dafuer die Zeit genutzt & die gesamten restlichen Tage unseres Aufenthalts verplant & gebucht – in der Hoffnung, dass das jetzt auch alles so klappt!
Heute fuhren wir dann wie gesagt nach Rotorua – eine tolle Strecke, da wir unterwegs auch die Desert Road mitgenommen haben, von der aus man nochmal eine komplett andere Landschaft gesehen hat, Weiten einfach nur mit Sand, Gras & ein paar kleinen Bueschen … & am tollsten: Im Hintergrund haben wir tatsaechlich die drei grossen Vulkane des Tongariro National Parks gesehen – inklusive Mt Doom! (Nein, er heisst eigentlich nicht so.)
Das war’s dann auch eigentlich, nach der Tour an’s East Cape haben wir bestimmt wieder tolle Sachen zu berichten!
Wir moechten uns in diesem Zuge auch nochmal fuer alle eure Kommentare bedanken – es tut uns Leid, dass wir euch nicht immer antworten, aber taeuscht euch nicht, wir freuen uns immer sehr, von euch zu hoeren!
Wer braucht denn schon jedes verdammte Mal eine Ueberschrift?!
•January 4, 2009 • 2 CommentsOkay, nach langer Zeit melden wir uns mal wieder ausfuehrlich. Mittlerweile haben wir auch schon wieder einiges neues gesehen, wenn auch irgendwie nicht gemacht … Es ging fuer uns nach Kaikoura, dann nach Blenheim, Picton & wieder hierher nach Wellington, bevor wir morgen wieder zu Gaby & Kerch auf die Farm gehen, um zwei Wochen zu arbeiten – und endlich mal wieder kein Geld ausgeben zu muessen!
Kaikoura ist wirklich ein suesser kleiner Ort, sehr schoen an einem eher rauhen Teil der Ostkueste gelegen – eigentlich der Startpunkt fuer Whalewatching-Touren, die uns allerdings ein ganzes Stueck zu teuer waren. Allerdings gibt es sonst nicht viel in Kaikoura zu tun, weswegen wir auch im Grunde zwei Nachmittage lang einfach am Strand sassen … Die Wellen waren einfach super & man konnte ewig draufstarren, ohne dass es langweilig wurde.
Blenheim war dann komplett unspektakulaer – wir wollten da auch eigentlich nicht hin, aber wir hatten noch ein paar Tage auf der Suedinsel ueber & entdeckten dann, dass man dort kostenlos waschen konnte, was eigentlich der Hauptausloeser war. Denn Blenheim selbst hat nicht viel zu bieten & auch das Hostel war eigentlich nur eins fuer die Leute, die in den umliegenden Weinbergen arbeiten – sonst kommt eben auch kaum jemand in die Stadt, ausser wenn er Arbeit sucht. Nunja, das waren dann eben zwei sehr gemuetliche Tage, in denen man viiel lesen konnnte – aber man wollte auch kaum vor die Tuer, weil es einfach so abartig heiss war, keine Wolke am Himmel, UV wie bekloppt, und das Thermometer kam tatsaechlich an die dreissig Grad, jippie.
In Picton waren wir zuerst in einem anderen Hostel, dem Tombstone Backpackers, und der Name war Programm: Da es gegenueber des Friedhofs lag, haben die Besitzer beschlossen, das Ganze in einem aehnlichen Rahmen zu halten, sprich schwarzes Haus, eine sargfoermige Eingangstuer, schwarze Bettwaesche & Kacheln im Bad, Totenkoepfe als Schluesselanhaenger … genial! Und auch sonst wirklich toll, da nette Leute, komplett sauber & kostenloses Fruehstueck.
Viel kann man in Picton allerdings auch nicht machen – ein bisschen in der Stadt rumspazieren & ja … aber immerhin haben sie fuer Silvester was aufgezogen, Live-Musik am Hafen & danach sogar ein Feuerwerk! Das ist hier sonst nicht ueblich, drum haben wir uns umso mehr gefreut, ein bisschen Heimat zu haben.
Anschliessend sind wir nochmal fuer eine Nacht ins Bayview, in dem wir auch bei unserem Start auf der Suedinsel schon waren, um nochmal zu versuchen, mit den Kayaks rauszufahren, in der Hoffnung, dass diesmal besseres Wetter ist. Naja, eigentlich war es zu windig, aber wir wollten es trotzdem versuchen – der Versuch wurde aber recht schnell abgebrochen, da die Wellen wirklich zu stark waren, aber in erster Linie, da Anka ihre Uhr im Wasser verloren hat & nachdem wir erstmal beide hinterher gesprungen & triefnass rumgewatet sind, nicht mehr viel Lust hatten … So viel also dazu.
Dann ging’s auch schon wieder rueber auf die Nordinsel, wieder mit einer sehr angenehmen, ruhigen Schifffahrt, & da waren wir wieder im schoenen Wellington. Wir haben sogar noch was zu machen gefunden, so waren wir nochmal im Museum Te Papa, um uns eine sehr lustig aufgemachte Show ueber die neuseelaendische Geschichte anzusehen (die man tatsaechlich in 20 Minuten ohne weiteres unterbringt, suess
), in der Weta Cave, einem Mini-Museum, in dem Kram von Herr der Ringe, Narnia, anderen Peter Jackson & allgemein neuseelaendischen Filmen ausgestellt ist, sind noch so ein bisschen in der Stadt rumspaziert – aber vor allem waren wir im Kino! Im tollsten Kino, das wir bisher gesehen haben! Embassy Theatre heisst das gute Stueck, in dem auch der dritte Teil von Herr der Ringe Premiere gefeiert hat – ein altes, allerdings toll restauriertes Gebaeude, das wirklich mehr wie ein Theater wirkt & bei dem man sich sogar in den Toiletten underdressed fuehlt. Noch dazu war der Film einfach super – Vicky Cristina Barcelona, der neue von Woody Allen. Das hat einfach alles gepasst!
So, das war aber im Grunde wirklich alles, was wir seit Christchurch erlebt haben (irgendwie ja ein bisschen traurig) – wir sind dann erstmal wieder fuer zwei Wochen weg vom Fenster, melden uns danach wieder!
Wir hoffen, ihr hattet angenehme Weihnachtsfeiertage & ein schoenes Silvester!

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